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Arealentwicklung Pavatex Süd, Cham, 1. Preis, 06.07.2023

Die Einwohnergemeinde Cham und die Grundeigentümerin Cham Group wollen in einem gemeinsamen Planungsprozess das aktuell unbebaute Areal «Pavatex Süd» im Norden Chams vom Industrieareal zu einem durchmischten Quartier mit Wohnnutzung, gewerblicher Teilnutzung und Bildungsnutzung entwickeln. Analog zu den beiden Gebäuden der 3. Etappe des Papieri-Areals werden langgezogene Sockelbauten vorgeschlagen, auf denen Gebäudeköpfe sitzen, mit einer leichten Höhenstaffelung zwischen den östlichen und westlichen Zeilen. Damit erhält die östliche Flanke beider Areale entlang der Knonauerstrasse ein kohärentes und identitätsstiftendes Bebauungsmuster. Die Massnahme schafft überdies Durchblicke, reduziert die Verschattung und trägt zur Grosszügigkeit des Wohnhofs bei. Wie die beiden benachbarten Gebäude sind die Zeilen leicht zueinander verdreht, so dass sich der Binnenraum zur Mitte des Areals hin etwas weitet und zu den beiden Abschlüssen hin verengt. Dadurch entsteht eine räumliche Spange, die sich von der Musikschule im Süden bis zur neuen Schule im Norden erstreckt. Letztere ist als kompakter Körper konzipiert, bildet gewissermassen den Schlussstein dieser städtebaulichen Achse. Die angestrebte Dichte des Pavatex-Areals legt einen weiteren Hochpunkt nahe, der den bestehenden Cluster um einen weiteren vertikalen Akzent erweitert. Das Hochhaus markiert den südlichen Auftakt des Pavatex-Areals und knüpft an die vorhandenen resp. geplanten Hochhäuser des Papieri-Areals an. Die Freiraumstruktur des Projektvorschlages fügt sich nahtlos in die im Quartier gebauten und geplanten Freiräume ein. Durch das Anknüpfen an den Gassenraum der südlich gelegenen Etappe sowie den östlichen Arm des Papieri-Rings entstehen im Gesamtbild grosszügige und selbstverständliche langgestreckte Freiraumachsen, die das gesamte Quartier vom Papieri-Platz im Süden mit dem Teuflibach und dem Lorzenpark im Norden verweben. Der vor dem Hochhaus eingeschobene Platzraum sowie der Vorplatz zur Schule gliedern die Freiraumachsen kleinteilig und verweben als Querverbindungen die neue Nachbarschaft mit dem Quartier. Die Zonierung der Freiraumachsen in ein öffentliches Sport- und Spielband sowie eine Wohngasse widerspiegeln die Öffentlichkeit der unterschiedlichen Bereiche.

 

Auftraggeber:
Cham Group AG

Landschaftsarchitekt:
Skala Landschaft Stadt Raum GmbH

Zusammenarbeit:
Ramser Schmid Architekten