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Kantonsschule Wohlen

Der Entwurf stärkt die Kantonsschule als offenen Campus. Entlang der Bünz ersetzt ein neuer, grosszügiger Sportpark die provisorisch gewachsene Pavillonschule und erweitert die Freiraumvernetzung mit Wohlen. Der Park verbindet Sportflächen, Biotope und Grünkorridore und schafft Synergien mit bestehenden Angeboten wie Badi, Eishalle und lokalen Vereinen.

 

Die bauliche Entwicklung erfolgt als gezielte Verdichtung zur Gewerbeseite in drei Baufeldern. Der kompakte Neubau im mittleren Feld tritt in einen respektvollen Dialog mit dem denkmalgeschützten Hauptgebäude und setzt ihm eine ruhige, klare Grundform entgegen. Ein drittes Baufeld bleibt als naturnahe Lichtung frei, dient während der Bauphase für Provisorien und hält langfristige Erweiterungsoptionen offen.

 

Der Bestand bleibt weiterhin Hauptadresse und wird nicht zum reinen Spezialtrakt. Verwaltung, Schulleitung, Aula und Mediathek bleiben verankert, ergänzt durch einen Musikcluster, während ein relevanter Anteil der Klassenzimmer im Hauptgebäude erhalten bleibt. Minimale Eingriffe wie neue Fluchttreppen reaktivieren die innere Mitte und ermöglichen zeitgemässe Nutzung der Erschliessungsflächen.

 

Zentral für die neue Anlage sind die neuen räumlichen Kerne. Das Forum bildet das soziale Herz als flexibel bespielbare Lern- und Versammlungsarena. Die Laube verbindet Neubau, Bestand und Sportpark als grosszügiger Schwellenraum, gedeckter Pausenplatz und Mensa-Aussenbereich. Cluster organisieren die Lernlandschaften als differenzierte Einheiten mit gemeinsamer Mitte und Rückzugszonen. Die Turnhallen werden kompakt im Sockel des Neubaus gebündelt, während eine zusätzlich prominent platzierte, gut belichtete Multifunktionshalle direkt an Forum und Laube angebunden ist und auch für Veranstaltungen und Vereinsnutzung funktioniert.

Ort

Wohlen

Jahr

2025

Auftragsart

Wettbewerb, offen

Rang

5. Rang

Auftraggebende

Kanton Aargau

Zusammenarbeit

ffbk Architekten

Team, Wettbewerb

Philipp Fischer (Partner), René Betschart, Eszter Nagy

Landschaftsarchitektur

Antón Landschaft

Gebäudetechnik

Wirkungsgrad Ingenieure

Visualisierung

Julia Werlen